Vom Betonhof zum Treffpunkt: Neues Leben im Klosterhof
Das Vitus-Areal ist ein Ort im Wandel. Historische Industriebauten, grosszügige Erschliessungsflächen und viel Beton erzählen von seiner Vergangenheit. Gleichzeitig entsteht hier Schritt für Schritt ein Ort, an dem Arbeiten, Entwickeln und Begegnen zusammenfinden.
Im Sommer 2026 wurde mit dem Klosterhof ein lange ungenutzter Aussenbereich mitten im Areal neu aktiviert. Wo zuvor vor allem befestigte Fläche war, ist heute ein unkomplizierter Ort zum Sitzen, Treffen und Verweilen entstanden. Offen für Mieterinnen und Mieter, die Nachbarschaft und alle, die zwischendurch eine Pause einlegen möchten.
Mehr Aufenthaltsqualität mit einfachen Mitteln
Die Idee für den Klosterhof war bewusst pragmatisch: Mit gezielten Eingriffen sollte aus einer wenig genutzten Fläche ein angenehmer Aufenthaltsort werden.
Dazu gehören Paletten-Lounges aus wiederverwendeten Materialien, Pflanzgefässe und eine abwechslungsreiche Bepflanzung. Die Pflanzen bringen neue Farben, Formen und Strukturen in die bislang stark mineralisch geprägte Umgebung.
Zum Pflanzkonzept gehören beispielsweise Carex 'Icedancer', Phlox paniculata, Echinacea-Hybriden, Anemone japonica, Gaura sowie Aster dumosus. Bei den Sträuchern kommen unter anderem Prunus c. 'Morellenfeuer', Sambucus nigra 'Haschberger' und verschiedene Beerensträucher zum Einsatz.
Dabei geht es nicht darum, aus dem Klosterhof etwas zu machen, das er nicht ist. Beton und industrieller Charakter bleiben Teil des Ortes. Neu kommen jedoch Pflanzen, Sitzgelegenheiten und vor allem Möglichkeiten zur Begegnung hinzu.
Viele Zahnräder, ein gemeinsames Ergebnis
Bemerkenswert am Klosterhof ist nicht nur das sichtbare Resultat, sondern auch, wie es entstanden ist. Viele der Beteiligten sind eng mit Winterthur und dem Quartier verbunden.
Studio Vulkan entwickelte die Planung des Klosterhofs sowie das Konzept für Möblierung und Bepflanzung. Für die gärtnerische Umsetzung kam mit Dimitri Todesco von Garten Sorgfalt aus Winterthur-Töss lokales Know-how zum Einsatz. Er führte die Gartenarbeiten vor Ort und brachte die geplante Bepflanzung im Klosterhof in die Umsetzung.
Auch bei der Beschaffung blieben die Wege kurz: Möbel, Pflanzen, Erde und weitere Materialien wurden über die LANDI Töss bezogen, die selbst auf dem Vitus-Areal zuhause ist. Die revidierte Pflanzplanung wurde ebenfalls mit der LANDI-Filiale Töss abgestimmt.
So kamen Planungskompetenz, lokales Handwerk, Materialbeschaffung und das Vitus-Team direkt vor Ort zusammen. Wie Zahnräder griffen die verschiedenen Partner ineinander und machten aus einer bislang kaum genutzten Fläche einen neuen Begegnungsort.
Der Klosterhof als kleiner Baustein im Wandel
Der neue Klosterhof löst nicht alle Fragen zur zukünftigen Gestaltung des Vitus-Areals. Das soll er auch nicht. Er zeigt vielmehr ganz konkret, was schon heute möglich ist: Bestehende Flächen können anders genutzt werden, ohne ihren Charakter komplett zu verändern.
Der Klosterhof ist damit ein weiterer sichtbarer Baustein innerhalb von Allreals Programm «Lebendige Aussenräume». Hier wird im Kleinen erprobt, wie bestehende Aussenräume zugänglicher und angenehmer gestaltet und stärker als Orte der Begegnung genutzt werden können.
Denn ein produktiver Innovationsstandort braucht nicht nur Räume zum Arbeiten, Produzieren und Entwickeln. Er braucht auch Orte für das Dazwischen: für eine Kaffeepause, ein spontanes Gespräch oder ein paar ruhige Minuten draussen.
Das Vitus-Areal ist Future Ground. Ein Ort, an dem Zukunft Raum bekommt. Im Klosterhof hat dieser Raum jetzt ein bisschen mehr Grün bekommen.